Aktuelles


Nachweis strahleninduzierter Mutationen bei den Nachkommen von Radarsoldaten

Nicht nur bei Soldaten, die während des Kalten Krieges in Radaranlagen gearbeitet hatten, traten Strahlenschäden auf, sondern auch bei ihren Nachkommen. Dies hat eine Forschergruppe aus Berlin und Bonn durch Genanalysen bei Eltern und Kindern festgestellt (Holtgrewe et al., Sci. Rep. 8, 2018). Als Verursacher muss man Röntgenstörstrahlung und radioaktive Leuchtfarbe ansehen. Die verwendete Methodik ist geeignet, die derzeitige Lehrmeinung über ein vernachlässigbares genetisches Strahlenrisiko zu widerlegen. Ein Bericht von Mitautoren der Studie siehe anbei.


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Geplante Verordnung über die Zulässigkeit der Anwendung ionisierender Strahlung und radioaktiver Stoffe am Menschen zur Früherkennung nicht übertragbarer Krankheiten


Durch das 2017 erlassene neue Strahlenschutzgesetz ist eine Verordnung über die Zulässigkeit von Früherkennungsuntersuchungen an gesunden Personen mittels Röntgen oder Radioaktivität notwendig geworden. Dazu haben wir wie folgt Stellung genommen:

Die Gesellschaft für Strahlenschutz lehnt den Einsatz von Röntgen- oder radioaktiver Strahlung – und damit einer ihrerseits kanzerogenen Methode – als Massenscreening zur Früherkennung grundsätzlich ab.


Wir fordern deshalb die Einstellung des derzeit einzig zugelassenen Verfahrens zur Brustkrebsfrüherkennung.


Zur Begründung lesen Sie diesen Text.

 

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Zu den unerfüllten Forderungen an das neue Strahlenschutzgesetz, die der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), die Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. (GSS) und die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges - Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW) erhoben haben, gehört die Aufhebung der aktuellen Freigaberegelung für gering radioaktive Reststoffe und Abfälle. Danach kann der beim Rückbau stillgelegter AKWs anfallende gering radioaktive („freigemessene“) Restmüll auf normale Deponien verbracht werden, und wird nicht mehr überwacht.

 

Auf dem Deutschen Ärztetag 2017 wurde eine entsprechende Entschließung verabschiedet, die daraufhin u.a. von der Bundesärztekammer missbilligt wurde.


Am 3. Februar 2018 fand in Stuttgart ein Symposium der Landesärztekammer über “Gesundheitliche Risiken gering radioaktiver Strahlenbelastung beim Rückbau von Atomkraftwerken und in Folge medizinischer Anwendungen“ statt. Darüber berichten IPPNW und der Verein „Ärztinnen und Ärzte in sozialer Verantwortung/Demokratische Ärztinnen und Ärzte – Sprechende Medizin“ in ihrer Pressemitteilung vom 3.02.2018, s. Anlage.

Pressemitteilung 3.2.2018
Von IPPNW u.a.

 


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Deutschland hat ein neues Strahlenschutzgesetz. Anlass ist eine EURATOM-Richtlinie von 2013, die bis Februar 2018 in nationales Recht umgesetzt werden muss und auf Vorgaben der ICRP von 2007 basiert. GSS-Mitglieder haben an einer Stellungnahme mitgewirkt (s. Download), in der Forderungen zu einem verbesserten Strahlenschutz aufgestellt werden. GSS und IPPNW haben sich diesen Forderungen angeschlossen sowie eine große Anzahl von Antiatominitiativen.

 

Forderungen Strahlenschutzges.
Vom BUND 2017

 

 

 

Sehen Sie unter der folgenden Adresse "Hinkley Point: Wie sich die Atomlobby zu Tode siegt", einen Atom-Krimi von Eva Stegen:

https://www.youtube.com/watch?v=Gtg_EuMDAkc


"Schilddrüsenkarzinome bei Kindern und Jugendlichen in der Präfektur Fukushima": Strahlentelex kommentiert eine wissenschaftliche Untersuchung von Tsuda und Mitarbeitern, die bereits vier Jahre nach der Reaktorkatastrophe einen starken Anstieg der Schilddrüsenkarzinome festgestellt hat, bis zu 50fach in der höchstbelasteten Region, siehe: 

www.strahlentelex.de/Stx_15_692-693_S07-08.pdf 

 

Schäden durch Röntgenstrahlung, Radioaktivität und Hochfrequenzstrahlung - der neue Bericht des Otto-Hug-Strahleninstituts "Unterschätzte Gesundheitsgefahren durch Radioaktivität am Beispiel der Radarsoldaten" liegt seit kurzem vor. Er kann in Buchform bezogen werden beim Bund zur Unterstützung Radargeschädigter e.V. und der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. (Geschäftsstelle): Berichte des Otto-Hug-Strahleninstituts, ISSN 0941-0791, Bericht Nr. 25, 2015, 208 S., 9,80 EUR. Der Bericht steht hier zum Download bereit:

 

Unterschätzte Gesundheitsgef.
Von W. Mämpel u.a. 2015
OH25_gesamt.pdf [ 4.7 MB ]