Aktuelles


Wen kümmern die Opfer des Uranbergbaus in Deutschland...
Tausende Bergarbeiter der SDAG Wismut in Thüringen und Sachsen bekamen Krebs, Lungenfibrose und andere schwerwiegende Krankheiten. Da keine Daten zu den individuellen Strahlenbelastungen vorlagen, wurden nach der Wende Ersatzdosisbestimmungen vorgenommen. Dass diese mit großen Unsicherheiten behaftet sind, die großenteils zum Nachteil der Be-troffenen von den Berufsgenossenschaften eingesetzt wurden und werden, hat der Chemiker und Gewerkschafter Dr. Gerd Georg Eigenwillig in seinem neu aufgelegten Bericht beschrieben: Der Uranerzbergbau im Erzgebirge – die dadurch bedingten Strahlenexpositionen und Erkrankungen der Bergleute. Eine kritische Bewertung 3.Aufl. 240 S., Frankfurt am Main, 31.01.2020, ISBN 978-3-00-064615-7. Der Bericht kann v. Autor für 20,40 EUR + Versandk. bezogen werden, Adresse: Hans-Thoma-Str.19, 60596 Frankfurt am Main. Die Zusammenfassung der Arbeit s. Download:

Uranerzbergbau
Von G.G. Eigenwillig
Eigenwillig-Zusammenfassung.pdf (1.37MB)
Uranerzbergbau
Von G.G. Eigenwillig
Eigenwillig-Zusammenfassung.pdf (1.37MB)


Krebsfälle beim Rückbau in der Kerntechnik in Deutschland

In Deutschland sind drei Neuerkrankungsfälle von Non-Hodgkin-Lymphomen bei Arbeitern, die im Rückbau kerntechnischer Anlagen beschäftigt waren, aufgetreten. Darüber berichtet das Zentralblatt für Arbeitsmedizin im März auf seinem Online-Portal:
Frentzel-Beyme, R., Schmitz-Feuerhake, I. & Wolff, R. Non-Hodgkin-Lymphome bei strahlenexponierten Arbeitnehmern. Zbl Arbeitsmed (2020). https://doi.org/10.1007/s40664-020-00391-w

Die aktuellen Befunde über strahleninduzierte Fehlbildungen in Deutschland werden dargestellt in einer Publikation von 2020, siehe Download:

Congenital Malformations
Von I. Schmitz-Feuerhake 2020
Schmitz-F_Malformations2020.pdf (283.66KB)
Congenital Malformations
Von I. Schmitz-Feuerhake 2020
Schmitz-F_Malformations2020.pdf (283.66KB)

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) berichtet über strahlenbedingte Fehlbildungen bei Neugeborenen in Deutschland und ruft zu besserer Vorsorge auf, zum Download: 

Aufruf zum Thema Fehlbildungen
BUND 2019
BUND_Aufruf_Fehlbildungen_2019.pdf (238.12KB)
Aufruf zum Thema Fehlbildungen
BUND 2019
BUND_Aufruf_Fehlbildungen_2019.pdf (238.12KB)

Auf der Atommüllkonferenz im September 2019 hat Inge Schmitz-Feuerhake einen Bericht über die Niederdosiskontroverse im Strahlenschutz, insbesondere in Deutschland vorgelegt (18 S.), zum Download:

Neues Strahlenschutzgesetz
I. Schmitz-Feuerhake 2019
Schmitz-F_Überholte Konzepte_2019_1.pdf (401.63KB)
Neues Strahlenschutzgesetz
I. Schmitz-Feuerhake 2019
Schmitz-F_Überholte Konzepte_2019_1.pdf (401.63KB)


Auch in Deutschland Krebs bei Kindern nach CT

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) hatte im März 2017 in einer Stellungnahme zum neuen Strahlenschutzgesetz u.a. darauf hingewiesen, dass in Studien aus Großbritannien (Pearce et al. 2012) und Australien (Matthews et al. 2013) bei Kindern ein hohes relatives Risiko für Krebserkrankungen in Folge von CT-Scans feststellbar war. Ein solches Ergebnis liegt auch für deutsche Kinder vor (Krille et al. 2015, 2017), das sich allerdings durch die Art der Darstellung nur schwer erschließt, siehe dazu beigefügten Kommentar: 

Kinderkrebs nach CT
Inge Schmitz-Feuerhake 2019

Anstieg der perinatalen Sterblichkeit in Japan nach Fukushima

Der Mathematiker Hagen Scherb und die japanischen Ärzte Kuniyoshi Mori und Keiji Hayashi haben in der Zeitschrift „Medicine (Baltimore)“ im September 2016 eine Zunahme der perinatalen Sterblichkeit nach den Reaktorunfällen in Japan des Jahres 2011 dokumentiert. In einem „Letter to the Editor“ an das „Journal of Radiological Protection“ im Mai 2019 wurden die ursprünglichen Befunde bis zum Jahr 2014 für die Jahre 2015-2017 fortgeschrieben und aktualisiert. In Japan sind von 2012 bis 2017 aufgrund dieser Analysen etwa 1100 zusätzliche perinatale Todesfälle zu verzeichnen. Sehen Sie hier den "Letter":

Perinatale Sterblichkeit
Von H. Scherb 2019
Letter.pdf [496.7 KB]


Atomenergie und ihre Folgen - Herausforderungen für künftige Generationen

Bildungsmaterialien über die Folgen der Atomenergienutzung und die Herausforderungen einer sicheren Lagerung von Atommüll werden vom Verbund Atommüllreport und der BUNDjugend bereitgestellt. Sie sind modular aufgebaut und orientieren sich am Schulunterricht Sekundarstufe I und II (ab Jahrgangsstufe 9/10). Sie sind für den Einsatz in gesellschafts- und naturwissenschaftlichen Fächern, aber auch für Projektarbeit und Erwachsenenbildung geeignet.
Kostenloser Download unter www.atommuellreport.de


Nachweis strahleninduzierter Mutationen bei den Nachkommen von Radarsoldaten

Nicht nur bei Soldaten, die während des Kalten Krieges in Radaranlagen gearbeitet hatten, traten Strahlenschäden auf, sondern auch bei ihren Nachkommen. Dies hat eine Forschergruppe aus Berlin und Bonn durch Genanalysen bei Eltern und Kindern festgestellt (Holtgrewe et al., Sci. Rep. 8, 2018). Als Verursacher muss man Röntgenstörstrahlung und radioaktive Leuchtfarbe ansehen. Die verwendete Methodik ist geeignet, die derzeitige Lehrmeinung über ein vernachlässigbares genetisches Strahlenrisiko zu widerlegen. Ein Bericht von Mitautoren der Studie siehe anbei.